Samstag, 30. Dezember 2017

Dissertation erschienen: Journalistische Darstellungsformen im Wandel

Ab heute ist meine Dissertation als eBook beim Verlag Springer VS erhältlich.

https://doi.org/10.1007/978-3-658-20696-3



Das Buch umfasst 501 Seiten und lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:


Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Entwicklung und Veränderung Journalistischer Darstellungsformen in Tageszeitungen – in historischer Betrachtung, aber vor allem im Zeitraum von 1992 bis 2012. In einem ersten Schritt wurden theoriegeleitete und theorieferne Definitionsansätze zur Bestimmung des Begriffs ‚Journalistische Darstellungsform‘ aus (alten und neuen) Quellen aus Deutschland und auch aus anderen Ländern gesichtet und nach Abgrenzung von anderen Zeitungstextmerkmalen und theoretischen Konzepten zur Erarbeitung einer Definition genutzt. In einem zweiten Schritt wurden die historischen Bedingungs-faktoren betrachtet, die bei der Entstehung der Darstellungsformen gewirkt und ihre Entwicklung über die Jahrhunderte bis in die Gegenwart beeinflusst haben. In einem dritten Schritt wurden zwölf Experten aus Zeitungs-, Zeitschriften- und Nachrichtenagenturredaktionen in Deutschland leitfadengestützt interviewt, um den aktuellen Umgang mit den Darstellungsformen besser zu verstehen, Innovationen zu ermitteln und auch nach den Gründen für diese zu fragen. Aufbauend auf diese ersten drei Schritte ließ sich ein modellhaftes Schema aufstellen, das die wichtigsten Bedingungsfaktoren bei der Entwicklung Journalistischer Darstel-lungsformen stichwortartig festhält. Im vierten Schritt wurde nach einer Kritik bisher vorliegender Studien eine eigene quantitative Inhaltsanalyse von vier Tageszeitungen aus Deutschland (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Die Welt, Allgemeine Zeitung Mainz) konzipiert, durchgeführt und ausgewertet. Dabei wurden erstmals die einzelnen Stilmittel der Darstellungsformen getrennt voneinander erhoben. Mittels einer Clusteranalyse konnten dann aus 1.734 Zeitungsartikeln elf Typen von Darstellungs-formen identifiziert werden, die abseits der Lehrbuchwirklichkeit in der Realität des Zeitungsjournalismus in Deutschland wirklich vorkommen. Gänzlich neu ist der ‚umfassend gestaltete Lokalaufmacher‘. Die Vielfalt genutzter Formen hat im Zeitverlauf zugenommen. Lehrbuchregeln zum Schreiben der Formen verlieren an Bedeutung, wenngleich nach wie vor baukastenartige Schreibschemata zutage treten. Die Zeitungsbeiträge sind im Durchschnitt länger, tiefgründiger und meinungshaltiger geworden. Sie werden heute mehr als früher portioniert und visuell aufbereitet. Die vier untersuchten Zeitungen haben jeweils eine eigene ‚redaktionelle Handschrift‘ und entfernen sich diesbezüglich über die Zeit hinweg voneinander. Bei den Ressorts zeigt sich der umgekehrte Trend. Die Vielfalt der Formen wird, so die Prognose, ebenso zunehmen wie das Baukastens-chema. Mehr Meinung wird als Problem bewertet, weil sie dem Vertrauen in den Zeitungsjournalismus abträglich zu sein scheint.

Dem eiligen Leser seien die Kapitel 1.2, 3.3, 4.3, 6.2.4 und 7.1 empfohlen.

Noch ist das Buch nicht im Handel und in den wissenschaftlichen Bibliotheken des Landes erhältlich. Sobald es soweit ist, gibt es eine Meldung.


Samstag, 2. Dezember 2017

Kinderbuch für den Advent

WERBUNG: Wer für seine Kinder (3-6 Jahre alt) noch 24 Gutenachtgeschichten für den Advent sucht, der sollte sich das Güterzug-Buch von Mechthild Hock besorgen (gibt es auch als eBook). Es ist 'kindergartengeprüft' und absolut lesenswert!


http://www.bod.de/buch/mechthild-hock/die-geschichten-vom-kleinen-gueterzug/9783734739750.html

Sonntag, 12. November 2017

#ifpbc17

Über 100 Teilnehmer haben vor einer Woche beim IfP-Alumni-BarCamp (#ifpbc17) in sieben Sessions die Zukunft der Alumni-Arbeit des Instituts für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universitität Mainz erarbeitet. Dabei waren neben den Alumni auch viele Mitarbeiter und Studierende.


Als aktueller Vorsitzender des Vorstands der Alumni-Stiftung der Mainzer Publizisten habe ich zusammen mit Viola Granow die Sessions 'Walk of Fame – Karrierepfade erkunden' moderiert. Wir haben viele gute Wege gefunden, den Austausch über Karrierethemen zukünftig mehr an den Wünschen der Teilnehmer auszurichten. Insgesamt haben wir mit dem BarCamp die Alumni-Arbeit des IfP auf eine neue Ebene der Professionalität gehoben. So macht das Spaß!



Donnerstag, 12. Oktober 2017

Journalismus und Medien in Geschichte, Forschung und Praxis

Zum dritten Mal nach 2009 und 2011 habe ich in diesem Jahr eine Druckvorlage für Prof. Jürgen Wilkes Sammelband-Reihe 'Gesammelte Studien' erstellt. Das neueste Buch trägt den Titel


Journalismus und Medien in Geschichte, Forschung und Praxis

http://d-nb.info/1138939897

Die Bücher der Reihe haben mindestens zwei Vorteile für die Leser: Erstens ermöglichen sie einen guten Einblick in das breite und sonst vertreute Œu­v­re dieses Kommunikationswissenschaftlers. Zweitens vereinen sie viele kommunikationshistorische Studien, die wichtig sind für die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Deutschland, denn die historische Perspektive ist hier etwas in die Defensive geraten.


Mittwoch, 11. Oktober 2017

Frühwarnsystem der TU Dresden auf Deutschlands Fachtagungen

Nach dem vorläufigen Ende der Tagungs-Saison in diesem Jahr kann Bilanz gezogen werden: Das Frühwarnsystem für Studienabbrecher an der TU Dresden 'PASST?!' war seit dem Start des Programms im letzten Jahr auf fünf Tagungen und in der wichtigsten Zeitschrift für Deutschlands Studienberater vertreten!

Die Poster und Vortragsfolien können auf der PASST?!-Website eingesehen werden. Darunter auch ein Beitrag von mir, der eine Verbindung zu Albert O. Hirschmans Theorie-Klassiker 'Exit, Voice and Loyalty' herstellt, um erste Ansätze zu liefern, mit denen man studentische Reaktionen auf Frühwarnsysteme modellieren kann.

Und für 2018 haben wir schon neue Veröffentlichungen in Arbeit.

Sonntag, 27. August 2017

Was kann man gegen Studienabbruch tun?

Damit beschäftige ich mich ja seit einiger Zeit beruflich. Ein tolles, weil nicht nur äußerst kenntnisreiches, sondern auch problem- und lösungsbezogenes Expertengespräch dazu sendete letztens SWR2:

Hingeschmissen!

Mittwoch, 9. August 2017

Erfüllbare und unerfüllbare Erwartungen an Buchtrailer

Mit etwas Verspätung ist nun der Sammelband zur Buchtrailer-Tagung in Chemnitz aus dem Jahr 2015 erschienen. Darin haben Daniela Hartmann und ich zusammengetragen, was realistische Erwartungen an das Marketingpotential von Buchtrailern sind - und welche Erwartungen unerfüllbar sind:

Hartmann, Daniela/Schäfer-Hock, Christian 2016: Der Buchtrailer als Instrument des Marketings. Erfüllbare und unerfüllbare Erwartungen aus sozialwissenschaftlicher Perspektive. In: Grube, Christoph/Pottbeckers, Jörg (Hg.): BuchFilmWerbung. Der Buchtrailer als Kunstform und Marketinginstrument, Chemnitz: Universitätsverlag Chemnitz, S. 1-14.

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:ch1-qucosa-208892

Sigmar Seelenbrecht wird 81

Was hat der Journalismus in Deutschland ihm nicht alles zu verdanken? Gut, dass das Erste das mal zusammenfasst und den Altmeister selbst zu Wort kommen lässt:

http://www.ardmediathek.de/tv/Comedy-Satire-im-Ersten/Der-Meisterreporter-Sigmar-Seelenbrech/Das-Erste/Video?bcastId=25304236&documentId=43536664

Sonntag, 18. Juni 2017

Promotion abgeschlossen

Letzten Mittwoch habe ich meine Promotion am Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz abgeschlossen!

Meine Doktorarbeit trägt den Titel: "Journalistische Darstellungsformen im Wandel. Eine begriffliche, historische und empirische Untersuchung an deutschen Tageszeitungen (1992-2012)"

Nach der Abschlussprüfung mit Freunden im Biergarten in Mainz

Der Doktorhut verrät bildhaft, was Inhalt meiner Dissertation ist.

Sonntag, 21. Mai 2017

Online-Spielsucht: Die Kommunikationswissenschaft mischt sich ein

Das Lamento gibt es in jeder Sozialwissenschaft, so auch in der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft: Das Fach sei in medial geführten Debatten, die gesamtgesellschaftliche Bedeutung haben, zu wenig sichtbar.

Aktuelles Gegenbeispiel: Prof. Thorsten Quandts kritischer und überaus faktenreicher Beitrag zur möglichen Einführung neuer Krankheitsdefinitionen: http://www.sueddeutsche.de/digital/computerspiele-und-psyche-wie-millionen-computerspieler-zu-suechtigen-erklaert-werden-sollen-1.3509072

Samstag, 22. April 2017

Mittwoch, 29. März 2017

Neuer Aufsatz zum Frühwarnsystem für Studienabbrecher der TU Dresden erschienen

Diese Woche ist die erste Ausgabe der Zeitschrift für Beratung und Studium des Jahres 2017 erschienen. Darin steht auch ein Aufsatz über das Frühwarnsystem der TU Dresden, an dem ich mitgewirkt habe. Frühwarnsysteme sollen Studierende, die möglicherweise ihr Studium abbrechen, frühzeitig identifizieren, damit ihnen geholfen werden kann. Ganz Sachsen arbeitet momentan daran.

Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis.

Sonntag, 12. März 2017

Studienabbrecher: Sachsens Frühwarnsysteme treffen sich erstmals

... und zwar morgen, am 13.03.2017 an der TU Dresden. Zusammen mit den Kollegen von PASST?! habe ich dieses Treffen organisiert. Es geht voran an Sachsens Hochschulen!

Hier geht es zur offiziellen Pressemitteilung.



Update vom 14.03.2017: Die Sächsische Zeitung, die Dresdner Neuesten Nachrichten, MDR Online und Welt Online haben darüber berichtet.

Montag, 20. Februar 2017

Frühwarnsystem der TU Dresden 2017 im Fokus der Wissenschaft II

Heute kam die freudige Nachricht, dass DIE Zeitschrift für Studienberatung in Deutschland, die "Zeitschrift für Beratung und Studium" unseren Aufsatz über das Frühwarnsystem der TU Dresden angenommen hat!

Er trägt den Titel: "Weniger Studienabbruch durch Frühwarnsysteme. Sachsens Weg zur Etablierung von Steuerungsinstrumenten für den Studienerfolg – das Beispiel des PASST?!-Programms an der TU Dresden" und erscheint in Ausgabe 1/2017.

Im März präsentieren Franziska Schulze-Stocker, Robert Pelz und ich das Frühwarnsystem auch auf einer Tagung in Heidelberg.

Sonntag, 12. Februar 2017

YouTube-Erklärvideo zu embedded journalism

Im letzten Jahr hat der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) damit begonnen, einzelne Berichterstattungsmuster, Genre und Darstellungsformen des modernen Journalismus in Youtube-Videos zu erklären. Nun gibt es auch ein Video zu embedded journalism:


Es basiert auf einem von mir mitverfassten Kapitel aus dem Buch 'Journalistische Genres'.

Dienstag, 31. Januar 2017

Lügenpresse: Nicht nur Vertrauenskrise, sondern Polarisierung

Eine aktuelle Studie der Kollegen des Instituts für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zeigt: Das Vertrauen in die Medien ist gesunken und gestiegen zugleich - und zwar in verschiedenen Bevölkerungsgruppen.

Hier der Link zur Studie: http://de.ejo-online.eu/qualitaet-ethik/17587

Weiteres wichtiges Ergebnis: Ein großer Teil der aktuellen Medienkritik geht nicht auf verfestigte Einstellungen zurück, sondern auf kurzlebige Stimmungen.

Und: Etwa 16 Prozent der Bürger glauben gängige Verschwörungstheorien. Schlimm.

PS: Siehe auch das große Interview in der Wochenzeitung 'Die Zeit' vom 26.01.2017, S. 33.

Samstag, 14. Januar 2017