Samstag, 16. Februar 2019

Öffentliche Kommunikationswissenschaft

Die Charta enthält viele gute Grundsätze. Ich habe sie unterschrieben.


Mittwoch, 23. Januar 2019

Die Veränderung von Layout und Design bei der Entwicklung neuer Journalistischer Darstellungsformen in Deutschlands Tageszeitungen

Im April nehme ich an einer Tagung zum Thema 'Nachrichtendesign' am bekannten Dortmunder Institut für Zeitungsforschung teil und werde dort Ergebnisse meiner Doktorarbeit präsentieren.

https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/bildungwissenschaft/institut_fuer_zeitungsforschung/nachrichten_zi/nachrichten_detail_zi.jsp?nid=559144


Hier ein Auszug aus dem eingereichten Abstract:

Die Digitalisierung der Redaktionsarbeit sowie der Herstellung, des Drucks, des Vertriebs und der Rezeption von Zeitungen und einzelnen Zeitungsbeiträgen hat die Inhalte, die innere Struktur und die Gestalt eben dieser verändert: Die Darstellungsformen (Nachricht, Bericht, Reportage, Feature etc.) haben sich weiterentwickelt. Zugleich besteht hinsichtlich grundlegender Regeln für Darstellungsformen immer wieder Diskussionsbedarf in Journalismus und Journalistik – nicht zuletzt bei Fälschungsskandalen wie z. B. bei den Spiegel-Autoren Pfister im Jahre 2011 und Relotius im Jahre 2018. 
Im Vortrag werden die Fragen beantwortet, wie sich die Darstellungsformen in Deutschlands Tageszeitungen zwischen 1992 und 2012 verändert haben und ob neue Formen entstanden sind. Im Ergebnis zeigt sich, dass die empirisch vorzufindenden Darstellungsformen in vielen Fällen nicht den Lehrbuchregeln entsprechen, ihre jeweilige Vorkommenshäufigkeit sich über die Zeit verändert hat, ihre Vielfalt zugenommen hat und auch neue Formen entstanden sind. Da Zeitungen ihre Beiträge nach wie vor ohne größere Änderungen parallel online und in Print verbreiten, lassen sich Veränderungen der Darstellungsformen in beiden Bereichen beobachten. Entscheiden für Veränderungen waren Layout- und Designmerkmale, was sich u.a. daran ablesen lässt, dass eine gänzliche neue Darstellungsform sich vor allem aufgrund ihrer Optik von anderen Formen abhebt: Der umfassend gestaltete Lokalaufmacher. 
Darüber hinaus nimmt der Anteil kommentierender, meinender und reportageartigen Formen innerhalb der untersuchten 20 Jahre zu, genau wie der Anteil an Abbildungen, Spitzmarken und herausgehobenen Zwischenüberschriften sowie Infografiken. Hinzu kommt ein Trend zur inhaltlichen und optischen Portionierung. Man kann also insg. davon sprechen, dass die Zeitungen über die Zeit mehr visual storytelling betreiben und mehr Einstiegspunkte für eilige Leser anbieten (sog. second reading). 
Zeitungsinhalte werden durch diese inhaltlichen, strukturellen und optischen Veränderungen attraktiver und leichter rezipierbar, zugleich werden die Darstellungsformen zunehmend als Alleinstellungsmerkmale auf dem Zeitungsmarkt genutzt, was im Zusammenspiel mit mehr Meinung aber andererseits die Erwartungen eines Teils des Publikums an die Faktentiefe unterläuft. Zudem erleben einzelne Journalisten diese Entwicklung als Aufforderung, die Regeln der Darstellungsformen zu brechen oder zumindest neu zu bestimmen.

Donnerstag, 13. Dezember 2018

NEUER AUFSATZ: Interventionen in den Studienverlauf mit Frühwarnsystemen und gezielter Beratung

Etwas mehr als ein Jahr nachdem ich zusammen mit Franziska Schulze-Stocker und Robert Pelz auf der Jahrestagung der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft 2017 in Heidelberg neue theoretische Überlegungen und empirische Befunde zum Frühwarnsystem PASST?! der TU Dresden vorgestellt habe, ist unser Beitrag jetzt im zugehörigen Sammelband erschienen (ab S. 221, siehe Inhaltsverzeichnis).

http://d-nb.info/1156932432

Im Sammelband zur Tagung 2018 in Mainz werden wir weitere Ergebnisse publizieren. Ende 2019 wird er wohl erscheinen.

Samstag, 3. November 2018

Anerkennung für die Arbeit der Alumni-Stiftung der Mainzer Publizisten

Wenn selbst der Präsident der Mainzer Universität unsere Arbeit, also die Arbeit der Alumni-Stiftung der Mainzer Publizisten kennt und öffentlich würdigt, dann kann das nur für die Qualität und das Engagement der Beteiligten sprechen - nicht nur der aktuellen Vorstandsmitglieder, sondern auch der früheren Generationen von Absolventen!

https://www.facebook.com/IfPAlumni/

Hier die Photos von der diesjährigen Absolventenfeier. Tolle Leute!

Samstag, 22. September 2018

Evaluation von Frühwarnsystemen gegen Studienabbruch stößt auf hohes Interesse bei der 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Evaluation in Dresden

Ein anderes Urteil kann man nicht fällen nach der vollkommen ausgebuchten Session zu diesem Thema am 13. September.



Andreas Ortenburger vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) eröffnete die Session mit einer Übersicht zu grundlegenden Fakten zum Thema Studienabbruch sowie Einblicken in die aktuelle Forschung. Danach stellten Stehpanie Cesca und Johannes Berens die Frühwarnsysteme der TU Dresden und der Bergischen Uni Wuppertal vor. Bei der abschließenden Diskussion der Evaluationsmaßnahmen beider Systeme gab es deutlich mehr Wortmeldungen und Fragen als Zeit zur Verfügung stand. Beim nächsten Mal muss so eine Session also um einen Workshop erweitert werden.

Sonntag, 26. August 2018

Entwurf des neuen Medienstaatsvertrags kommentieren

Gut, dass Bürger eine erste Entwurfsfassung des neuen Medienstaatsvertrags im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens kommentieren können - nach einer Verlängerung der Frist nun sogar bis zum 30. September dieses Jahres.

https://www.rlp.de/index.php?id=27687

Und dass ist wichtig: Denn es wird nicht nur die Definition des Rundfunkbegriffs leicht verändert, sondern es werden (neben vielen marginalen Änderungen) strenge Regeln für sog. Medienintermediäre, also Suchmaschinen und Soziale Netzwerke im Web angestrebt: Algorithmen einfach erklären, Diskriminierungsfreiheit für weiterverbreitete Inhalte, automatisierte Kommunikation offenlegen.