Samstag, 22. September 2018

Evaluation von Frühwarnsystemen gegen Studienabbruch stößt auf hohes Interesse bei der 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Evaluation in Dresden

Ein anderes Urteil kann man nicht fällen nach der vollkommen ausgebuchten Session zu diesem Thema am 13. September.



Andreas Ortenburger vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) eröffnete die Session mit einer Übersicht zu grundlegenden Fakten zum Thema Studienabbruch sowie Einblicken in die aktuelle Forschung. Danach stellten Stehpanie Cesca und Johannes Berens die Frühwarnsysteme der TU Dresden und der Bergischen Uni Wuppertal vor. Bei der abschließenden Diskussion der Evaluationsmaßnahmen beider Systeme gab es deutlich mehr Wortmeldungen und Fragen als Zeit zur Verfügung stand. Beim nächsten Mal muss so eine Session also um einen Workshop erweitert werden.

Sonntag, 26. August 2018

Entwurf des neuen Medienstaatsvertrags kommentieren

Gut, dass Bürger eine erste Entwurfsfassung des neuen Medienstaatsvertrags im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens kommentieren können - nach einer Verlängerung der Frist nun sogar bis zum 30. September dieses Jahres.

https://www.rlp.de/index.php?id=27687

Und dass ist wichtig: Denn es wird nicht nur die Definition des Rundfunkbegriffs leicht verändert, sondern es werden (neben vielen marginalen Änderungen) strenge Regeln für sog. Medienintermediäre, also Suchmaschinen und Soziale Netzwerke im Web angestrebt: Algorithmen einfach erklären, Diskriminierungsfreiheit für weiterverbreitete Inhalte, automatisierte Kommunikation offenlegen.

Sonntag, 12. August 2018

Embedding ist eine Gefahr für den Journalismus

Ebenfalls im Newspaper Research Journal ist zuletzt eine Studie erschienen, die nochmals zeigt, wie gefährlich das sog. Embedding für den Journalismus ist. Er droht umbemerkt zum Propagandawerkzeug der Streitkräfte zu werden.

https://doi.org/10.1177%2F0739532917696104


Einen Überblick über die wichtigsten Gefahren aber auch Chancen des Embedded Journalism habe ich zusammen mit Katharina Veit hier zusammengetragen.

Lesewert-Studie im Newspaper Research Journal

Seit Juli übermittle ich für die Sächsische Zeitung im Rahmen der Lesewert-Messung per App, was ich in den jeweiligen Ausgaben lese. Schon in meiner Dissertation über Journalistische Darstellungsformen habe ich auf Erkenntnisse einer Bachelorarbeit des Instituts für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden zurückgegriffen, in der viele Lesewert-Messreihen anderer Leser statistisch ausgewertet wurden.

Nun haben die Autorinnen Freiling und Weidmüller ihre Studie in der Fachzeitschrift Newspaper Research Journal veröffentlicht, so dass sie allen Interessierten aus Wissenschaft und Praxis zur Verfügung steht.


http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0739532917739874 


Wichtigste Erkenntnis: Ob ein Artikel wirklich gelesen wird, ist mit den gängigen Leserforschungsvariablen nicht gut zu erklären. Diese sind nur gut bei der Vorhersage der Aufmerksamkeit für einen Zeitungsartikel.

Donnerstag, 19. Juli 2018

Kampfbegriff 'GEZ'

Boris Rosenkranz hat auf Übermedien vollig Recht: 'GEZ' wird von den Zeitungen (und ihren Verlagen?) als Kampfbegriff genutzt, um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu diskreditieren. Auch 'Zwangsgebühren' ist so ein Kampfbegriff. Denn in allen anderen Gesellschaftsbereichen werden die Geldabgabepflichten weitestgehend korrekt benannt: Krankenkassenbeiträge sind Krankenkassenbeiträge, Steuern sind Steuern und Verwaltungsgebühren sind Verwaltungsgebühren.