Sonntag, 26. April 2020

Schlechte Ratschläge für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Kommunikationswissenschaft

In der Vereinszeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK), Aviso, werden regelmäßig wichtige Themen rund um Selbstverständnis, Methoden und Arbeitsweisen im Fach kontrovers diskutiert. In Heft 2/2019 ging es um "Wissenschaft als Beruf". Einige der Beiträge enthielten meiner persönlichen Meinung nach schädlich Empfehlungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Anfang ihrer Karriere.

Ich habe meine Kritik in einen Leserbrief gepackt und die Aviso hat ihn in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht:



Samstag, 28. März 2020

NEUER AUFSATZ: Massenkommunikation als Wirtschaftsgut

Wie funktioniert Massenkommunikation als Wirtschaftsgut? Welche Rolle spielen ihre Eigenschaften bei ökonomischer Verwertung? Welche Marktformen gibt es für sie? Wie entsteht dort Wertschöpfung? Wann ist Regulierung nötig? Welche positiven und negativen externen Effekte entstehen durch Massenkommunikation in den Medien? Wie verändert sich das ökonomische Geschehen auf den Medienmärkten durch Konvergenz, Ökonomisierung und die immer mehr verbreitete Nutzung von Big Data und Algorithmen?

Zu diesen und weiteren Fragen rund um Massenkommunikation als Wirtschaftsgut geben Prof. Dr. Lutz Hagen vom Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden und ich in einem aktuellen Lexikonbeitrag Auskunft:

Hagen, Lutz M./Schäfer-Hock, Christian 2020: Mass Media Communication. Massenkommunikation als Wirtschaftsgut. In: Krone, Jan/Pellegrini, Tassilo (Hg.): Handbuch Medienökonomie, Wiesbaden: Springer VS. DOI: 10.1007/978-3-658-09632-8_60-1

https://link.springer.com/referencework/10.1007/978-3-658-09632-8

Der Aufsatz erscheint im Handbuch Medienökonomie, das wiederum zur Reihe "Springer Reference Sozialwissenschaften" gehört, einer beeindruckenden Buchreihe, in der die besten Sozialwissenschafterinnen und Sozialwissenschaftler Deutschlands jeweils ein Forschungsgebiet in seiner Breite auf fachlich höchstem Niveau kartographieren und die wichtigsten Erkenntnisse und Theorien vorstellen. Gegenwärtig sind über 50 Bände erschienen und im Erscheinen, u.a. zu Themen wie Internationale Politik, Filmsoziologie, Gesundheitssoziologie, Kritische Theorie, dem politischen System der EU, PR-Sprache, Bildungsforschung, Soziale Medien im Web oder Wissenschaftspolitik.

Der Verlag lässt die Aufsätze im Handbuch Medienökonomie demnächst ins Englische übersetzen, so dass es auch für ein internationales Publikum zur Verfügung steht.

Samstag, 7. März 2020

NEUER AUFSATZ: Best Practice der Frühwarnsysteme zur Vermeidung von Studienabbrüchen

Zwei Jahre nach dem Expertenworkshop im Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) zu Best-Practice-Lösungen für Studienabbruch-Frühwarnsysteme erschien letzte Woche der zugehörige Sammelband. In ihm berichten Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bundesländern beispielhaft, wie sie ihre Frühwarnsysteme aufgebaut haben, welche Hürden sie nehmen mussten und mit welchen technischen Lösungen sie gearbeitet haben. Das Frühwarnsystem der TU Dresden habe ich in dem Band zusammen mit meiner Kollegin Dr. Franziska Schulze-Stocker in aller Kürze beschrieben.

Besonderer Fokus lag auf der Anwendbarkeit unserer Erfahrungsdarstellung. Deswegen haben wir diese Tabelle (im Band auf S. 12) mit den wichtigsten Erfolgsfaktoren zum Aufbau eines Frühwarnsystems in unseren Aufsatz integriert:

https://nextcareer.de/wp-content/uploads/2020/03/Next-Career_Good-Practice-beim-Aufbau-und-der-Nutzung-von-Fr%C3%BCherkennungssystemen.pdf


Der Sammelband wird herausgegeben vom Projekt „Studienaussteiger Nordrhein-Westfalen (NRW) – Next Career des MKW. Es zielt darauf ab, den weiteren Auf- und Ausbau nachhaltiger Beratungsangebote für Studienzweifler (StZ) und Studienaussteiger (StA) zu unterstützen - als eines von zwischenzeitlich sechs vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Leuchtturmprojekten im Rahmen der Initiative „Abschluss und Anschluss: Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss".

Der Aufsatz ist hier zu finden:  

Schäfer-Hock, Christian/Schulze-Stocker, Franziska 2019: Früherkennung potentieller StudienaussteigerInnen. Das Frühwarnsystem der TU Dresden als Beispiel für Sachsen. In: Next Career (Hg.): Good Practice beim Aufbau und der Nutzung von Früherkennungssystemen im Bereich Studienabbruch. Tagungsband zum ExpertInnenworkshop im Rahmen der AG Früherkennungssysteme im Projekt „Studienaussteiger NRW – Next Career“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) vom 29.05.2018: https://nextcareer.de/wp-content/uploads/2020/03/Next-Career_Good-Practice-beim-Aufbau-und-der-Nutzung-von-Fr%C3%BCherkennungssystemen.pdf, erschienen am 05.03.2020, S. 6-12.

Mittwoch, 13. November 2019

NEUER AUFSATZ: Transformation von Hochschulen – Transformation von Bildungswegen junger Erwachsener: Frühwarnsysteme an Hochschulen in Deutschland

Deutschlands Hochschulen durchlaufen nach wie vor diverse Prozesse der Digitalisierung. Das ermöglicht u.a. die Einrichtung von Frühwarnsystemen, die potentielle Studienabbrecherinnen und -abbrecher rechtzeitig identifizieren, damit sie z. B. beraten werden können. Diese Transformation der Hochschulen transformiert also in gewisser Weise auch die Bildungswege der jungen Erwachsenen während ihres Studiums.

Meine Kollegin Franziska Schulze-Stocker und ich haben auf der Jahrestagung der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) 2018 in Mainz darüber referiert, wie das konkret im Alltag einer Hochschulverwaltung aussehen kann - am Beispiel des Frühwarnsystems PASST?! der TU Dresden. Zudem haben wir Ergebnisse einer qualitativen Befragung von Studierenden vorgestellt, die dazu dienen, den Aufbau und die Weiterentwicklung dieses Frühwarnsystems evidenzbasiert zu steuern. Im Mittelpunkt stand der Umgang der Studierenden mit Schwierigkeiten im Studium. Zentrale Fragen waren: Welche Typen von Problemlagen und Problembewältigungsstrategien lassen sich identifizieren? Und: Welche Identifizierungsmerkmale müssten darauf aufbauend in ein Frühwarnsystem aufgenommen werden?

Wir haben den Vortrag anschließend in einem Aufsatz ausformuliert, der nun in der Schriftenreihe der DGfE erschienen ist:

Schulze-Stocker, Franziska/Schäfer-Hock, Christian 2020: Transformation von Hochschulen – Transformation von Bildungswegen junger Erwachsener: Frühwarnsysteme an Hochschulen in Deutschland. In: Dörner, Olaf et al. (Hg.): Erwachsenenbildung und Lernen in Zeiten von Globalisierung, Transformation und Entgrenzung (Schriftenreihe der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft), Berlin: Verlag Barbara Budrich, S. 237-249.



Auch im vorhergehenden Band der Sektion der Erwachsenenbildung haben wir Überlegungen zur Interventionen in den Studienverlauf veröffentlicht.